Wellensittiche

Der urspüngliche Wellensittich ist in Australien beheimatet. Dort tritt er in Schwärmen von mehreren hundert Tieren auf und ist grün gefärbt. Erst durch eine Zuchtauslese in Gefangenschaft entstanden die unterschiedlichsten Farbschattierungen.

Schon unsere Großeltern hielten Wellensittiche als Hausvögel. Leider absolut nicht tiergerecht in viel zu kleinen Käfigen und meist in Einzelhaltung. Dabei lieben diese lustigen Papageienvögel nichts mehr als große Gesellschaft.

 

Als Schwarmvögel leiden sie unter Einzelhaltung besonders. Die herkömmlichen im Zoohandel angebotenen Käfige sind viel zu klein und ermöglichen es dem künftigen „Gefangenen“ kaum, seine Flügel zu betätigen.

 

Diese Vögel lieben es im Schwarm zu fliegen. Trotzdem müssen viele Zimmervögel ihr Leben in Käfigen ohne Freiflugmöglichkeit verbringen.

 

Einzeln gehaltene Sittiche lernen Worte nachzusprechen. Das ist für so manchen Besitzer amüsant, doch der Vogel tut dies nicht aus Freude sondern aus Verzweiflung, weil er ohne Artgenossen leben muss und sich nicht artgerecht "unterhalten" kann. Ein Mensch kann einem Sittich seinen gefiederten Partner niemals ersetzen!

 

Ein Käfig für ein Sittichpärchen oder mehrere Tiere darf laut Tierschutzgesetz die  Maße von 1,20m mal 0,80m mal 0,80m nicht unterschreiten. Doch selbst diese Grüße ist bei weitem nicht artgerecht. Ideal ist eine Flugvoliere mit Außenbereich, die es den Vögeln ermöglicht, auch kleinere Flüge zu absolvieren. Freiflug im Wohnzimmer ist kein artgerechter Ersatz. Die vielen Gefahrenquellen werden meist unterschätzt (Hängenbleiben an Vorhängen, gekippte Fenster, Glasscheiben, Kabel, etc.).

 

In der Voliere sollten unterschiedlich dicke Äste integriert werden, denn diese trainieren die Muskulatur und nützen die Krallen ab. Zum Spielen eignen sich Kordeln, Holzleitern, Karton und weiches, unbehandeltes Holzspielzeug zum Zernagen. „Vogelsand“ wird nicht nur zur Reinigung verwendet, sondern auch zur Verdauung benötigt. Außerdem soll neben Körnerfutter auch unbehandelte Salatblätter, geraspelte Karotten oder Äpfel angeboten werden.

 

Wasser und Futter müssen täglich gewechselt werden, der Kot sollte täglich, die Voliere selbst etwa einmal wöchentlich gründlich gereinigt.