Therapiegarten für Tier und Mensch

Durch die intensive Zusammenarbeit mit Verhaltenslehrerin Sheila Harper begeisterte sich Andrea Specht für die Idee, für unsere Hunde einen Therapiegarten anzulegen. Ende 2015 begann sie damit, die große Auslaufwiese vor unserem Tierheim zu gestalten. Viele Stunden Arbeit hat Andrea bereits hinein gesteckt. Und das Projekt ist noch lange nicht abgeschlossen....

 

Auf dieser speziell gestalteten Wiese verbringen wir Qualitätszeit mit unseren Hunden, helfen ihnen Ängste und Stress abzubauen und Selbstbewusstsein zu entwickeln.

 

Hunde fühlen sich in einem natürlichen Umfeld am wohlsten. Ein kahl geschorenes Rasenstück ist für Hunde ähnlich einladend wie ein Stück betonierter Fläche. Es fehlen Strukturen, Barrieren, Sichtschutz, natürliche Reize, die zum Erkunden und Schnüffeln einladen. Der Therapiegarten, den wir für unsere Hunde nützen, wurde nach einem durchdachten System mäandernder grüner Wege, stimulierender Schnüffelzonen, unterschiedlich beschaffener Bodenflächen, Kräutern zur Selbstmedikation, Geruchspflanzen zur Beruhigung und kühlenden Wasserstellen angelegt.

 

Nur durch die großzügige Spende von feinstem Schotter der Firma Lasselsberger, insgesamt 10 Tonnen, konnten wir unseren "Schotterteich mit Kräuterinseln" verwirklichen. Doch nicht nur den Schotter erhielten wir gratis, auch den Kran-LKW und zwei engagierte Mitarbeiter, die viele Stunden beschäftigt waren.

 

(Foto: Andrea Specht)

 

Geschafft! Fast 10 Tonnen feinster Wellness-Schotter wurden verarbeitet. Im Sommer wärmt sich der Schotter auf und speichert die Wärme. Es tut den Hunden gut, sich im Schotterteich aufzuhalten. Auch für uns ist es wohltuend, barfuß im Schotterteich zu gehen oder uns einfach hineinzulegen.

 

(Foto: Andrea Specht)

 

Reinhard Kittenberger von den Kittenberger Erlebnisgärten in Schiltern spendete Bäume, Sträucher und Kräuter und Landeshauptfrau Mag. Johanna Mikl-Leitner übernahm die Patronanz über dieses einzigartige Projekt. Herzlichen Dank!

 

im Bild: Reinhard Kittenberger, Landeshauptfrau Mag. Johanna Mikl-Leitner, Obfrau Nina Zinn-Zinnenburg, zwei Nachwuchs-Tierfreundinnen und die beiden Terriermädels Daisy und Dolly

 

(Foto: Andrea Specht)

Der Therapiegarten eignet sich hervorragend für Hunde mit Angst-, Aggressions und/oder sozialen Problemen. Wir nützen die Ressourcen der natürlichen Umgebung, um Hunden Sicherheit zu geben, Selbstvertrauen zu fördern und Ängste abzubauen. Die vielen Sichtschutzelemente aus Pflanzen, Steinen und Holzelementen schaffen ideale Bedingungen bei der Arbeit an sozialen Defiziten. Zur Verbesserung des Leinenhandlings bietet das verzweigte Wegesystem viele Möglichkeiten. Auch Menschen fühlen sich im Therapiegarten wohl, können abschalten und strahlen diese Ruhe wiederum nach außen. Dadurch entsteht eine angenehme positive Grundstimmung wechselseitiger Beeinflussung, die das gemeinsame Arbeiten fördert und gute Lernerfahrungen festigt. 

 

Hier lässt es sich entspannen und tief durchatmen. Nicht nur unsere Hunde, auch unsere Mitarbeiter und Hunde-Interessenten fühlen sich im Therapiegarten gut aufgehoben. Nicht zu vergessen die ansässigen Ziesel, die sich jetzt auch im Therapiegarten angesiedelt haben.

 

im Bild: unser Kraftplatz, der Steinkreis aus Donaufindlingen

Jeder einzelne mehr als eine Tonne schwer und von der Firma Lasselsberger gespendet

 

(Foto: Andrea Specht)

 

Das Wegesystem ist durchdacht und lässt den Hunden immer Wahlmöglichkeiten. Die Übungen im Wegesystem helfen Hunden, Selbstvertrauen und Sicherheit zu entwickeln, die Sichtbarrieren durch unterschiedlich hohen Pflanzbewuchs eignen sich wunderbar für Social Walks und Vergesellschaftungen.

 

(Foto: Andrea Specht)

 

Der Therapiegarten ist ein wunderschöner Veranstaltungsort für unsere Seminare und Fortbildungsangebote. Wenn das Wetter passt, wird die Natur zum Vortragsraum.

 

(Foto: Andrea Specht)

Im Therapiegarten werden auch unsere Einschulungs- sowie Fortbildungsseminare abgehalten. Dafür steht uns ein alter Wohncontainer zur Verfügung, der mit ein wenig Kreativität zum gemütlichen Vortragsraum wird. Auch Vermittlungsgespräche werden bei Schönwetter in den Therapiegarten mit seinen vielen Sitzbereichen verlegt. Dabei hat uns die Firma Möbel Leiner und ganz besonders Frau Andrea Hörmann, tatkräftig unterstützt und uns zwei wunderschöne Gartengarnituren gespendet.

 

Im Therapiegarten wurden Sitzgruppen integriert. Hier finden auch Vermittlungsgespräche statt. Zwei bequeme Outdoor-Gartnituren (eine im Bild) hat uns die Firma Möbel Leiner gespendet.

 

(Foto: Andrea Specht)

 

In unserem betagten Wohncontainer, den uns vor vielen Jahren Leo Kirschner von der Firma Swietelsky gespendet hatte, halten wir Seminare und Fortbildungsveranstaltungen ab. Wird er dafür nicht gebraucht, dient er als Rückzugsort und Kuschelplatz mit unseren Hunden und wird wie ein Wohnzimmer gestaltet.

 

(Foto: Andrea Specht)

Die herrlichen Baumstümpfe und Stämme sowie eine Gartenbank verdanken wir dem Stadtgartenamt Krems, den Rindenmulch der Firma Waldviertler Rindenmulch und die imposanten Wurzelstöcke dem benachbarten Kremser Bauhof. Die Pflastersteine zum Anlegen des Schotterteiches erhielten wir zum Vorzugspreis von der Firma Pflastera in Gneixendorf. 

Unser Garten-Team

 

Verhaltensberaterin Andrea Specht (im Bild mit ihrer "Lebenshündin" Sui, die 2016 verstorben ist) schuf auf 2500 m2 mit dem Therapiegarten des Tierheimes Krems ein einzigartiges Pilotprojekt in Österreich.

Als Hobby-Gärtnerin konnte sie die Anregungen der britischen Hundeexpertin Sheila Harper mit viel Phantasie optimal umsetzen. "Ein Garten ist niemals fertig, er entwickelt sich ständig weiter, weil er lebt"

 

(Foto: Erich Millbacher)

 

ganz oben: Andrea Specht

oben (von links nach rechts):

Mag. Elisabeth Engel, Hassan Gürbey, DI Erich Millbacher

 

links: Mag. Elisabeth Engel und Hassan Gürbey

 

Mag. Elisabeth Engel und DI Erich Millbacher

 

Übrigens:

HobbygärtnerInnen, die unser Projekt gerne mit einem grünen Daumen unterstützen wollen, sind herzlich willkommen, unser Team zu verstärken :)