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Besuch aus Frankreich: Royal Canin-Generaldirektor Alain Guillemin, Baastian Rohrer, Maggie Entenfellner, Andrea Specht, Ing. Wolfgang Krenn (Royal Canin-Repräsentant in Österreich)

Dackel Seppi beim Hütchen-Spiel

Konzentriert sucht er nach den versteckten Wurststückchen

War`s das etwa schon?

Anm.: Seppi war etwa vierzehn, als er das Hütchenspiel erstmals kennenlernte und sofort verstand, worum es ging.

Tierheim Krems macht Schule:

Verbesserungen in Frankreich geplant

Extra für einen Tag aus Paris angereist kam Alain Guillemin, Generaldirektor des französischen Futtermittelkonzerns Royal Canin, samt Dolmetsch und engstem Mitarbeiterstab. Sie hatten von den neuen Methoden gehört, nach denen im Tierheim Krems gearbeitet wird.

Bei einem Besuch ließ sich Alain Guillemin von Obfrau Andrea Specht über Verbesserungsmöglichkeiten in der Hunde- und Katzenhaltung beraten. Royal Canin hält in Frankreich etwa einhundert Hunde und Katzen zum Testen von Tierfutter. Diese Tiere verbleiben ihr ganzes Leben in den Einrichtungen.

Sinn und Zweck des Besuches war, die Haltungsbedingungen für die Tiere nachhaltig zu verbessern und die Lebensqualität durch sinnvolle Beschäftigung der Vierbeiner zu heben.

Wie man den Alltag von Hunden und Katzen fantasievoll gestaltet, erklärte Andrea Specht anhand  von vielen Vorschlägen, die sich einfach und kostengünstig ins Tagesprogramm einplanen lassen, etwa das Verstecken von Futter, Suchspiele aller Art, Auspacken von Kartons, die mit Leckerlis gefüllt sind, gefüllte Kongs oder einfach durch geruchliche "Mitbringsel" in Form von getragenen Kleidungsstücken, Rindenstücken oder Ästen.

"Hunde leben in einer geruchlich dominierten Welt, die wir nur schwer nachvollziehen können. Wir bringen Gerüche dieser Welt deshalb zu unseren Hunden."

Hundetrainerin Susanne Rosenhäger demonstrierte mit Unterstützung eines Tierheimhundes, wie viel Spaß es den Vierbeinern bereitet, Denkaufgaben zu lösen. Etwa beim Hütchenspiel, wo der Hund lernt, durch das Anheben von Holzhütchen aus einer Vertiefung an einen Leckerbissen zu gelangen.

Spaß macht auch "Gerätetraining" jeder Art. Dabei kommt es nicht auf Tempo an sondern auf Geschicklichkeit und Körpergefühl. Trainingsgeräte müssen nicht teuer sein. Aus ein paar alten Skistöcken läßt sich ebenso leicht ein Slalom stecken wie aus alten Autoreifen oder einer alten Türe lustige Hindernisse entstehen können. Kreativ sein ist auch oder ganz besonders mit kleinem Budget möglich und der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt.

Die französische Delegation war beindruckt, wie viel mehr an Beschäftigung es jenseits von Bällchen-, Stöckchenwerfen oder Agility gibt. Beschäftigung, die weit sinnvoller und entspannender ist als sogenannte "Powerspiele", die Hunde nur aufputschen. "Denksport macht Hunde zufriedener!"

Die französischen Besucher konnten einiges an Anregungen mit nach Paris nehmen. Bei einem Gegenbesuch in Frankreich sollen die geplanten Verbesserungen für die "Royal Canin-Hunde" in die Praxis umgesetzt werden.

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