(
" ) H U N D e

( " ) T I E R S C H U T Z V E R E I N KREMS

 

Brustgeschirr

Leine

Halsband

Halti
Freßnapf

Futter
Spielzeug
Schlafplatz
Witterungsschutz

Die richtige Grundausstattung

 

Brustgeschirr
Ein korrekt angepaßtes Brustgeschirr, das gut sitzt, ist gesünder als ein Halsband. Unser Tip
: Brustgeschirre von Koch. Sie sind vielseitig verstellbar und hochwertig verarbeitet. Besonders empfehlenswert für Welpen, Junghunde und Hunde, die stark an der Leine ziehen. Die Verletzungsgefahr der sensiblen Halswirbelsäule beim "in die Leine laufen" ist ungleich geringer als beim Halsband. Wenn man berücksichtigt, dass fast achzig Prozent unserer Hunde an Rückenschmerzen leiden, ist es Zeit, umzudenken. Als Material empfiehlt sich unbedingt Kunststoff.

Achtung: Brustgeschirre, bei denen (Nylon-)Bänder unter den Achseln des Hundes verlaufen, werden vielerorts als "Hilfsmittel" gegen übermäßiges Ziehen an der Leine angeboten. Solche "Geschirre" sind absolut ungeeignet sowie schmerzhaft und können

schwere Verletzungen verursachen!

Leine

Die Leine sollte mindestens zweieinhalb Meter, besser noch drei bis fünf Meter lang sein, um dem Hund eine gewisse Bewegungsfreiheit zu ermöglichen. Sogenannte "Retrieverleinen" (Leine mit Halsschlaufe) sowie Kurzführer sind ungeeignet.

Halsband
Das gesundheitlich empfohlene Halsband umfaßt mindestens zwei Halswirbel und ist aus weichem Leder oder Kunststoff. Bei Hunden, die an der Leine ziehen, unbedingt Brustgeschirre verwenden! Metallketten, sogenannte Kettenwürger, sowie andere Würgebänder, sind veraltet und schaden nachweislich Halswirbelsäule, Bandscheiben und Kehlkopf. Stachelbänder sind Tierquälerei und lt. Bundestierschutzgesetz verboten.

Halti
Das Halti muss beim freien Laufen immer abgenommen werden (Gefahr des Verhängens). Das Halti darf niemals in Kombination mit einer Flexileine zum Einsatz kommen und nur in Kombination mit Halsung oder Brustgeschirr verwendet werden (Verletzungsgefahr!). Wir empfehlen das Halti nicht, da Schädigungen der Halswirbelsäule nicht auszuschließen sind.

Freßnapf
Wasser- und Futternapf sind ideal, wenn sie beim Trinken oder Fressen nicht wegrutschen. Für Rassen mit langen Ohren (etwa Spaniels) gibt es extra hohe schmale Näpfe, die die Ohren vor Verschmutzung beim Fressen schützen.

Maulkorb

Ein Maulkorb entspricht nur dann dem Tierschutgesetz, wenn er dem Tier sowohl Wasseraufnahme als auch ungehindertes Hecheln ermöglicht. Das bedeutet, dass ein Maulkorb so groß gewählt werden muss, dass er ein problemloses Öffnen des Mauls ermöglicht. Völlig abzulehnen sind solche Kunststoffmaulkörbe, die ganz eng am Kopf anliegen (und vorne offen sind), wie man sie

leider auch öfter in Tierarztpraxen antrifft. Hunde können nicht über die Haut schwitzen sondern Hitze nur durch Hecheln abbauen. Ein zu enger Maulkorb kann zu einem lebensgefährlichen Hitzestau bis zum Ersticken und zu Panikattacken führen. Maulkorb beim freien Laufen immer abnehmen!

 

Futter
Es ist ratsam, das gewohnte Futter zumindest in der Anfangszeit beizubehalten, um die Umstellung zu erleichtern. Welpen werden dreimal täglich, Junghunde zweimal täglich, erwachsene Tiere einmal gefüttert. Ältere Tiere oder solche mit Problemen des Verdauungstraktes sollten ebenfalls mehrmals in kleineren Portionen gefüttert werden. Für heranwachsene Hunde ist Futterkalk zur Festigung des Knochenapparates als Zusatz notwendig. Am natürlichsten ist die Fütterung mit Frischfleisch (oder Gekochtem), vermischt mit Reis, Nudeln und Gemüse. Wer Trockenfutter anbietet, sollte es zumindest in Wasser oder Suppe einweichen. Bei Fertigfeuchtfutter auf die Inhaltsstoffe achten und Futter mit unverwertbaren Füll- oder Farbstoffen meiden. Dasselbe gilt für Trockenfutter. Zum Kauen und zur Zahnpflege Kauzeug, etwa Büffelhautknochen, anbieten. Keinesfalls splitternde Knochen oder Milch füttern! Ebenfalls zu vermeiden sind stark gewürzte Speisereste.

Spielzeug
Am besten bewährt sich Kautschukspielzeug wie der Kong von Dr. Roger Mugford, Beißringe oder Seilspielzeug. Vorsicht bei Stofftieren! Unbedingt Augen und Nasen entfernen (Verschluckungsgefahr) und darauf achten, daß die Materialien ungiftig sind. Freude bereiten auch "Überraschungspakete" in Form eines mit Leckereien gefüllten Kartons. Leckerlis zusätzlich mit Papier umwickeln und Papier dazwischen legen. Das macht das Auspacken spannender. Spass macht Hunden auch "Geruchsspielzeug", das kann eine leere Einkaufstasche ebenso sein wie alte Fetzen vom Flohmarkt. Hunde leben in einer geruchlich dominierten Welt und haben viel Spaß daran, "mitgebrachte" Gerüche zu untersuchen.

Schlafplatz
Für Welpen ideal sind Kunststoffkörbe, die nicht so sehr zum Nagen verleiten wie Körbe aus Geflecht. Ausgestattet mit einer weichen Unterlage fühlen sich Hunde dort ebenso wohl wie auf einer einfachen Matratze. Für kleinere bis mittelgroße Hunderassen gibt es sogar Hundebettchen zu kaufen. Besonders begehrt sind Körbe aus weichen Materialien mit erhöhtem Rand, da Hunde ihren Kopf gern darauf legen. Eine alte Couch liebt jeder Hund, doch nicht in jeder Wohnung ist soviel Platz dafür. Korb, Matratze oder Bettchen sollen an einer zugfreien, geschützten und doch übersichtlichen Stelle plaziert werden. Nimmt der Hund seinen Korb oder Schlafstätte nicht an, überlegen, ob vielleicht der Aufstellungsort schlecht gewählt war. Wenn der Hund sich zum Ruhen zurückzieht oder gar bereits schläft, sollte er nicht gestört werden. Er könnte leicht erschrecken und sogar abschnappen. Vor allem Kinder sollten von Anfang an dazu erzogen werden, den ruhenden Hund vor jeder Annäherung anzusprechen.

Witterungsschutz

Ein Mäntelchen ist sinnvoll bei Hunden mit wenig Unterwolle sowie Welpen bei (nass)kalter Witterung. Doch auch alte und kranke Hunde (Erkrankungen der Nieren oder Blase, Arhrosen, etc.) brauchen unbedingt Kälteschutz. Mäntel eher in neutralen Farbe (statt Schockfarbe) wählen, das irretiert Artgenossen weniger.

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