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In
Tierheimen warten Hunde verschiedenster Rassen und Mischrassen auf
ein neues Zuhause. Wer seinen vierbeinigen Gefährten in einem
Tierheim sucht, leistet einen wichtigen Beitrag zum Tierschutz und
kann sicher sein, daß er frei von Verkaufsinteressen beraten
wird.
In fast allen
Tierheimen wird nur ein finanzieller Beitrag zur tierärztlichen
Versorgung und Betreuung verrechnet. Im Vordergrund des Vergabegespräches
steht die gute Haltung des Tieres bei seinem neuen Besitzer und
das Bestreben, das richtige Tier für die individuellen Lebensumstände
des Interessenten zu wählen.
Ein gut geführtes Tierheim vergibt nur entwurmte, geimpfte
und möglichst bereits kastrierte Tiere, um eine ungewollte
Vermehrung zu verhindern. Meist bieten Tierheime sogar eine kostenlose
tierärztliche Nachbetreuung an, sollten in den ersten Tagen
oder Wochen nach Übernahme gesundheitliche Probleme auftreten.
Die Herkunft
der Vierbeiner ist sehr unterschiedlich. Viele Tiere wurden von
gewissenlosen Menschen ausgesetzt, andere ihren Menschen nur einfach
lästig. Manche verloren ein gutes Zuhause durch Krankheit oder
Tod ihres Besitzers und oft ist eine auftretende Allergie Ursache
für die Trennung vom Tier. Die meisten Welpen stammen aus ungewollten
Würfen oder unüberlegten Käufen in Zoohandlungen.
Ein Patentrezept für die Wahl des idealen Gefährten gibt
es nicht. Entscheidend sind die Hundeerfahrung des Interessenten
und dessen Lebensumstände. Für einen berufstätigen
Menschen ist ein Welpe die falsche Entscheidung, denn er benötigt
in den ersten Monaten eine Rundumbetreuung, um stubenrein zu werden
und Vertrauen in seine neue Umgebung zu fassen. Alleine bleiben
erlernen Hunde nur, wenn sie die Möglichkeit haben, sich langsam
erst an kurze und dann an längere Zeiten der Abwesenheit ihrer
Bezugsperson zu gewöhnen. Länger als sechs Stunden sollte
auch kein erwachsener Hund auf Dauer alleine in der Wohnung verbringen
müssen, ohne ins Freie zu können. Für Hundeneulinge
gilt der Rat, dass Hündinnen in der Regel leichter zu führen
sind als Rüden. Und Eltern noch sehr kleiner Kinder müssen
sich bewußt sein, dass das gemeinsame Spiel von Kindern im
Vorschulalter und Hunden nur unter Aufsicht erfolgen darf. Kinder
müssen akzeptieren lernen, dass der Schlafplatz des Hundes
tabu ist und das Tier auch beim Fressen nicht gestört werden
darf. Auch die Erziehung des Hundes ist ausschließlich den
Erwachsenen vorbehalten. Immerhin passieren fast achzig Prozent
aller Beißvorfälle mit Kindern im eigenen Haushalt oder
bei Freunden.
Erwachsene Hunde
aus dem Tierheim haben meist nur einen Fehler, einen verantwortungslosen
Vorbesitzer. Ein Fehler, für den sie nichts können und
der sicher nicht bedeutet, dass sie keine idealen Familienhunde
sein können. Versäumte Erziehung kann bald in einer guten
Hundeschule nachgeholt, mangelndes Vertrauen durch Zeit und Einfühlungsvermögen
wieder gut werden.
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