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Den
munteren Wellensittich hielten schon unsere Großeltern als
Hausvögel. Leider meist alles andere als tiergerecht, denn
diese lustigen Papageienvögel lieben nichts mehr als große
Gesellschaft.
Als
Schwarmvögel leiden sie unter einer Haltung als Einzeltier
besonders. Meist sind die im Zoohandel angebotenen Käfige viel
zu klein und ermöglichen es dem künftigen Gefangenen
kaum, seine Flügel zu betätigen. Was macht einen Vogel
aus? Es ist wohl unbestritten seine Fähigkeit zu fliegen. Trotzdem
müssen viele Zimmervögel ihr Leben in Käfigen ohne
Freiflugmöglichkeit verbringen.
Es stimmt, dass
einzeln gehaltene Sittiche meist lernen, Worte nachzusprechen. Das
mag für uns Menschen amüsant wirken, doch der Vogel tut
dies nicht aus Freude sondern aus Verzweiflung, weil er ohne Artgenossen
leben muß. Ein Mensch kann einem Sittich seinen gefiederten
Partner niemals ersetzen.
Ein Käfig für ein Sittichpärchen oder mehrere Tiere
soll die Mindestabmessungen von 1,20m mal 0,80m mal 0,80m nicht
unterschreiten. Doch selbst ein geräumiger Käfig ist kein
Ersatz für regelmäßigen Freiflug (auf geöffnete
Fenster achten!). Der Käfig ist idealerweise mit natürlichen
Materialien strukturiert (keine Plastikstangen). Unterschiedlich
dicke Äste trainieren die Muskulatur und nützen die Krallen
ab. Zum Spielen eignen sich Kordeln, Holzleitern, Karton und weiches
Holzspielzeug zum Zernagen. Vogelsand in einer Schüssel
angeboten wird zur Verdauung benötigt. Außer Körnerfutter
unbehandelte Salatblätter, geraspelte Karotten oder Äpfel
anbieten.
Der Käfig
steht an einem hellen, zugfreien Ort ohne direkte Sonneneinstrahlung.
Wasser und Futter müssen täglich ausgewechselt werden,
der Käfig selbst etwa einmal wöchentlich gründlich
gereinigt. Das Auslegen des Käfigbodens mit Zeitungspapier
(täglich auswechseln) ist hygienischer als die Einstreu mit
sogenanntem Vogelsand. Da Sittiche in Gefangenschaft ihre Krallen
und ihren Schnabel weniger beanspruchen als ihre Verwandten in freier
Wildbahn, muß beides regelmäßig kontrolliert werden.
Der urspüngliche Wellensittich, der in Australien beheimatet
ist und dort in Schwärmen von mehreren hundert Tieren auftritt,
ist grün gefärbt. Erst durch die Haltung in Gefangenschaft
und eine Zuchtauslese entstanden die unterschiedlichsten Farbschattierungen.
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