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Papageien
sind soziale, intelligente und äußerst anspruchsvolle Lebewesen.
Ihre artgerechte Haltung, sofern eine solche in Gefangenschaft überhaupt
vertretbar ist, erfordert einen nicht unbeträchtlichen finanziellen
Aufwand und lärmresistente Nachbarn.
Papageien sind
Schwarmvögel. Die Einzelhaltung von Papageien ist sowohl aus zoologischer
als auch tierschützerischer Sicht strikt abzulehnen, ebenso die
Käfighaltung, die den Tieren keinerlei Flug,-Kletter,-und Spielmöglichkeit
bietet. Trotzdem verkaufen nach wie vor viele Zoohändler Papageien
als Einzeltiere und bieten Papageienkäfige an, die um ein vielfaches
zu klein für eine vertretbare Unterbringung sind. Doch Tierhändlern
geht es in erster Linie um das Geschäft und der Verkaufserfolg zählt
mehr als eine gezielte Beratung im Sinne des Tieres. Papageien,
besonders Aras, legen in ihrer natürlichen Heimat, weite Strecken
im Flug zurück. Sie sind verspielt, lernfreudig, intelligent und
liebevoll zu ihrem Partner, dem sie oft ein Leben lang die Treue
halten. In Gefangenschaft benötigen sie eine geräumige Flug- und
Klettervoliere, idealerweise mit integriertem Außengehege. Strukturiert
wird die Anlage mit natürlichen Materialien, unterschiedlich dicken
Ästen oder Baumstämmen, Seil- und Holzspielzeug. Ebenso abwechslungsreich
lieben Papageien ihren Speiseplan, der sich keinesfalls auf Fertigkörnerfutter
beschränkt. Vor allem Früchte werden gerne genommen. Papageien sind
keine stillen Haustiere. Ihr Kreischen kann den nachbarschaftlichen
Frieden arg in Mitleidenschaft ziehen. Es empfiehlt sich, auf die
Haltung solcher Tiere in Neubauwohnungen mit dünnen Wänden zu verzichten.
Nach wie vor werden Papageienküken in ihrer Heimat gewildert und
unter schrecklichen Bedingungen nach Europa transportiert. Der Großteil
der Tiere überlebt die Reise ohnedies nicht. Doch der hohe Preis,
den wir Europäer für exotische Haustiere zu zahlen bereit sind,
macht den Handel lukrativ. Vorsicht auch bei heimischen Nachzuchten.
Es ist Praxis mancher heimischer Züchter, die Küken den Elterntieren
wegzunehmen und handaufzuziehen. Das Papageienbaby wird mit Absicht
auf den Menschen fehlgeprägt, um möglichst handzahm zu werden. Auch
die Haltung der Elterntiere bei vielen Züchtern ist nicht artgerecht,
auch wenn gerne behauptet wird, Papageien brüten nur, wenn sie sich
wohl fühlen. Darüberhinaus beanspruchen fehlgeprägte oder einzeln
gehaltene Papageien mit Eintritt in die Geschlechtsreife ihren Bezugsmenschen
ganz für sich und reagieren äußert agressiv auf andere Familienmitglieder.
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