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( " ) tier V E R H A L T E N |
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Als Wohnungskatzen eignen sich im Prinzip nur Tiere, die noch niemals Freigang genossen haben.
Dabei spielt das Alter nur eine bedingte Rolle, denn auch Jungtier kommt mit einer Wohnungshaltung nur dann zurecht, wenn es die Freiheit nicht kennen gelernt hat.
Kätzin Mausi erlitt einen regelrechten Wohnungskoller und erholte sich nur langsam.
Das Leben draußen bietet viele Anreize und Abenteuer, die eine Wohnung nicht bieten kann.
Eine Freigänger-Katze kann in der Wohnung niemals glücklich werden. Sie empfindet es als Quälerei, eingesperrt zu sein und sehnt sich nach der verlorenen Freiheit.
Um eine Wohnung katzengerecht zu gestalten, braucht es vor allem Phantasie aber auch ein Mindestmaß an Platz.
Wer in einer engen Einzimmerwohnung lebt, sollte besser auf eine Katze verzichten.
Berufstätige Katzenfreunde sind mkit einem Pärchen besser beraten. So kommt weniger Langweile auf und auch weniger Sinn für Unfug. Zwei Katzen beschäftigen sich lieber miteinander als mit Vorhängen und Polstermöbeln. |
Liebe kann Freigang nicht ersetzen "Meine Katze ist unsauber, meine Katze wird immer aggressiver, meine Katze zerstört die gesamte Einrichtung" oder auch "Meine Katze zieht sich immer mehr zurück, sie ist so passiv, wirkt immer depressiver". Aussagen, mit denen wir häufig bei Tierabgaben oder Beratungen konfrontiert sind und die ebenso oft auf ein Grundproblem zurückzuführen sind. Denn immer wieder passiert es, dass Katzen, die Freigang gewohnt waren, in Wohnungen landen. Sie sind zugelaufen oder wurden auf einem Bauernhof vor dem Erschlagenwerden gerettet, die Gründe sind so unterschiedlich wie die Menschen selbst. Doch nur sehr selten kommen Katzen, die das Privileg des Umherstreunens geniessen durften, mit dem Entzug der Freiheit auf Dauer zurecht. Wohnungskoller und Depressionen Oft erst nach Jahren zeigen sich Verhaltensauffälligkeiten, die nicht selten in einem regelrechten Wohnungskoller enden. Kätzin Mausi war so ein Beispiel. Sie wurde als Findelkatze in einer kleinen Wohnung aufgenommen. Weil sie im Wohnzimmer so viel zerstörte, engte man ihren Lebensraum auf immer wenigere Quadratmeter ein, bis Mausi schließlich begann, ihre Aggressionen gegen die Besitzer zru richten. Nun war man plötzlich froh, die "verhaltensgestörte" Katze loszuwerden. Mausi brauchte lange Zeit, um Berührungen überhaupt wieder zuzulassen. Heute lebt die ehemalige "Problemkatze" zufrieden bei einer alten Dame als Freigängerin und hat sich zu einer verschmusten Samtpfote entwickelt. Mit dem Problem der permanenten Unsauberkeit wandte sich eine Wienerin an uns. Sie hatte ihren Kater als Jungtier von etwa vier Monaten in Niederösterreich gefunden. Er war damals sehr abgemagert und sie nahm in mit nach Wien in eine große Wohnung. Seit zwei Jahren protestiert der Kater jetzt bereits gegen die ungewollte Freiheitsbeschränkung. Die Wienerin hat alles probiert, sogar Antidepressiva hat ein Tierarzt verschrieben, jetzt soll eine Tiermediatorin helfen. Die Frau liebt diesen Kater und möchte deshalb nichts unversucht zu lassen. Doch das was der Kater sich wünscht, kann sie ihm nicht geben, denn alle Liebe der Welt ersetzt die Freiheit nicht, die ihm genommen wurde. Wie es weitergegangen ist, wissen wir nicht. Als wir der Frau geraten haben, ihrem Kater sein Glück zu gönnen und anboten, einen neuen guten Platz zu suchen, hat sie sich nicht mehr gemeldet. Freigänger leben gefährlich Ein Wohnungsplatz ist doch viel sicherer, argumentieren viele Tierfreunde und es stimmt natürlich, dass draußen Gefahren lauern. Im Strassenverkehr kommen jährlich unzählige Tiere (nicht nur Katzen) ums Leben und auch Krankheiten lauern auf ungeimpfte Tiere. Wer neben stark befahrenen Strassen wohnt, tut sich und der Katze keinen Gefallen, wenn er ihr Freigang bietet. In diesem Fall sollte man sich bewußt für eine Wohnungskatze entscheiden. Welche Katzen sind für eine Wohnungshaltung geeignet? Auf keinen Fall Tiere, die bereits Freigang kennen gelernt haben und sei es auch nur für einige Wochen oder gar nur Tage. Auch wenn es sich um ein Katzenkind handelt - als Wohnungskatze eignet es sich ein Kätzchen vom Bauernhof nur selten. Es sollte zum Zeitpunkt seiner Übersiedlung nicht viel älter als acht Wochen sein. Besser noch ist es, nach einem Katzenbaby Ausschau zu halten, das im Haus bzw. in der Wohnung aufgewachsen ist. Wenn ein bereits erwachsenes Tier übernommen wird, lohnt es sich, genauer nachzufragen. Lebte diese Katze immer in der Wohnung oder nur bei ihrem Vorbesitzer. Woher stammt sie ursprünglich? Besser vorher abklären, ob eine Katze immer in einer Wohnung gehalten wurde, als sich später mit Unsauberkeit und anderen Problemen herumschlagen zu müssen. Wird eine Katze herrenlos im Freien angetroffen, ist es besser, sich im Zweifel dafür zu entscheiden, sie als Freigänger zu vermitteln. Die Chance, dass ein Fundtier bereits einige Zeit als Freigänger verbracht hat, ist zu groß. Wie geräumig soll eine Wohnung sein? Das ist eine heikle Frage, die von Fall zu Fall unterschiedlich beantwortet werden muss. Wer in einer Einzimmer-Wohnung lebt, sollte auf eine Katzenhaltung eher verzichten. Im Gegensatz zu einem Hund verlässt eine Wohnungskatze die eigenen vier Wände ja niemals, die Anreize und Möglichkeiten sind dann schon sehr eingeschränkt. Ein Hund kann in einer kleinen Wohnung durchwegs zufrieden sein, wenn er Rückzugsmöglichkeiten findet und sich auf langen Spaziergängen auslaufen kann. Eine Wohnungskatze bleibt immer auf dasselbe Umfeld beschränkt. Dazu kommt, dass vielleicht nicht jeder Raum von der Katze genutzt werden kann, wie etwa Schlafzimmer oder Kinderzimmer. Wer berufstätig ist, sollte ernsthaft überlegen, ob er sich nicht ein Katzenpärchen nach Hause holt, damit es den Samtpfoten nicht langweilig wird. Sind Katzengitter sinnvoll? Ja, sie sind nicht nur vom Gesetzgeber vorgeschrieben sondern die einzige Möglichkeit, eine Katze vor einem Absturz aus dem Fenster zu schützen. Oft schon hat ein vorbeiflatternder Schmetterling den Jagdinstinkt einer Katze geweckt und sie aus dem Gleichgewicht gebracht. Nur selten überlebt eine Katze den Sturz aus einem oberen Stockwerk ohne ernsthafte Verletzungen. Doch auch wer im Erdgeschoß wohnt braucht ein stabiles Fenstergitter, denn die Katze könnte weglaufen und unter das nächste Auto geraten. Liebe ersetzt die Freiheit nicht Wer seine Tiere liebt, versucht ihnen das zu bieten, was sie brauchen, um ein zufriedenes Leben zu führen. Für viele Katzen bedeutet Glück, Freigang zu genießen, draußen nach Herzenslust umher zu streunen, im Gras zu liegen, zu jagen. Sie sind für ein Leben als Wohnungskatze nicht geeignet. Und es kann deshalb sogar passieren, dass ein Kätzchen, das in einer Wohnung aufgezogen wurde, im Erwachsenenalter anzeigt, dass es nach draußen möchte. In diesem Fall bedeutet Tierliebe, ein neues Zuhause zu suchen, wo Freigang möglich ist. Eine solche Entscheidung schmerzt zwar., ist aber die einzig richtige |
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