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( " ) art G E R E C H T |
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Käfighaltung nein danke (oben) Freigehege ja bitte (unten)
So macht das Leben Spaß - viele Sozialkontakte und Versteckmöglichkeiten |
Auch Meister Lampe und Co freuen sich über eine tiergerechte Haltung Leider werden vielerorts Kaninchen oder Meerschweinchen noch in herkömmlichen Käfigen gehalten. Nicht immer geschieht das in schlechter Absicht, denn die Beratung in manchen Zoohandlungen läßt zu wünschen übrig. In vielen Zoohandlungen werden potentielle Käufer nur unzureichend über die Bedürfnisse von Kaninchen oder Meerschweinchen aufgeklärt. So wundert es nicht, dass tausende Kaninchen und Meerschweinchen samt engem Käfig in heimischen Wohnungen landen, oft sogar als Einzeltiere obwohl das neue Bundestierschutzgesetz dies verbietet. So mancher Kaninchenbesitzer weiss gar nicht, dass ein Kaninchen - egal ob Zwerg oder großwüchsig - drei Dinge braucht, um glücklich zu sein: Kaninchen: Drei Dinge zum Glück 1. Es möchte Tunnels und Höhlen graben, das gehört zu seinen Grundbedürfnissen und ist in einer Wohnungshaltung wohl nur schwer zu bieten. 2. Es möchte nagen - auch wenn es zoologisch gar nicht zu den Nagern gehört - und zwar ständig. 3. Es möchte Sozialkontakte pflegen und sich ausreichend bewegen können. Das kann ein Käfig nie und nimmer bieten. Eine Stunde Freilauf pro Tag reicht keineswegs als Ersatz! Wer schon Kaninchen in der Wohnung hält und sich nicht mehr trennen möchte, kann zumindest eine Zimmerecke als Kaninchen-Spielplatz gestalten. Dazu gehört nur etwas Phantasie und die Bereitschaft, zumindest vier Quadratmeter (umso größer umso besser) zur Verfügung zu stellen. Freigehege - die beste Lösung Noch besser ist es natürlich, ein geräumiges Freigehege kaninchengerecht zu strukturieren und gegen Beutegreifer und Ausbruchsversuche abzusichern. Hier gilt als Mindestmaß sechs Quadratmeter für zwei bis drei Kaninchen. Auf keinen Fall geeignet sind jene niedrigen "Freiläufe", die man auf der Wiese hin und her schieben kann und in Zoohandlungen erhält. In solchen "Ausläufen" droht neben Beutegreifern auch der Hitzeschlag! Glückliche Meerschweinchen - so geht`s Meerschweinchen kommen hingegen mit Innenhaltung ganz gut zurecht, vorausgesetzt man sagt herkömmlichen Käfigen ade und richtet eine Ecke eines Zimmers nagergerecht ein. Auch eine Eigenkonstruktion aus Spanplatten oder vielen miteinander verbundenen Käfigen ist eine gute Lösung. Wichtig dabei sind folgende Punkte: 1. Meerschweinchen sind Fluchttiere und brauchen viele Versteckmöglichkeiten, zwischen denen sie sich bewegen können. Fehlen solche, rühren sich Meerschweinchen kaum vom Platz, da sie instinktiv ungeschützte Wege meiden. 2. Meerschweinchen sind Sippentiere. Am wohlsten fühlen sie sich in Gruppen ab drei Tieren, zu zweit tritt oft Langeweile ein. Einzelhaltung ist wie auch bei Kaninchen Tierquälerei. 3. Meerschweinchen sind keine "Kindertiere". Dass sie sich kaum zur Wehr setzen und still halten, kommt daher, dass sie in eine Art "Schreckstarre" verfallen, wenn sie nicht flüchten können. Deshalb Meerschweinchen nur dann hochheben (außer zu notwendigen Untersuchungen), wenn sie trotz Möglichkeit nicht weglaufen. Gerne informieren wir Kaninchen- und Meerschweinchenfreunde über Gestaltungsmöglichkeiten von Lebensräumen. Womit wir den wichtigsten Punkt erwähnt hätten: Gönnen wir unseren Kaninchen und Meerschweinchen echte Lebensräume und keine Gefängnisse! Buchtip:
Artgerechte Haltung-ein Grundrecht auch für (Zwerg-)kaninchen von
Ruth Morgenegg, erschienen im tb-Verlag (bzw. Artgerechte Haltung-ein
Grundrecht auch für Meerschweinchen) |
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